Zum Inhalt springen

Wechseln

Von Lexware handwerk zu Meyster

Lexware handwerk läuft seit 2026 nur im Abo, ohne Abo bleibt nur der Datenzugriff. Was du zu Meyster mitnimmst und was im alten Programm bleibt.

Stand 29.09.2026, von Luka Harambasic

Laut Lexware lässt sich die Vorversion seit dem 31.03.2026 nicht mehr nutzen, wenn die Jahresversion 2026 nicht installiert ist. Die Version 2026 läuft im Abo mit 365 Tagen Mindestlaufzeit. Endet das Abo, kannst du laut Hersteller nur noch auf deine Daten zugreifen. Deshalb bleibt das alte Programm für dein Archiv installiert, während neue Angebote und Rechnungen in Meyster entstehen.

Vorversion nutzbar bis
30.03.2026
Abo-Mindestlaufzeit
365 Tage
Ohne Abo
nur Datenzugriff
Meyster
monatlich kündbar

Was sich 2026 geändert hat

Viele Betriebe haben Lexware handwerk früher alle paar Jahre als neue Version gekauft und dann damit gearbeitet. Mit der Jahresversion 2026 ist das vorbei. Lexware schreibt in seiner FAQ zur Jahresversion 2026: „Installieren Sie die neue Jahresversion spätestens bis zum 30.03.2026. Ab dem 31.03.2026 können Sie sonst nicht mehr mit dem Programm arbeiten.“

Die Version 2026 gibt es als Abo. Laut Datenblatt von Lexware beträgt die Mindestlaufzeit 365 Tage, danach verlängert sich das Abo automatisch um weitere 365 Tage. Eine Kündigung wirkt zum Ende der Laufzeit. „Anschließend können Sie nur noch auf Ihre Daten zugreifen, das Programm aber nicht mehr nutzen.“

Wenn du ohnehin ein Abo zahlst, lohnt sich die Frage, welches. Diese Seite zeigt, was Lexware handwerk kann, was Meyster anders macht und was ein Wechsel für dein Archiv bedeutet.

Was Lexware handwerk gut macht

Lexware handwerk ist ein großes Paket, das auf deinem Windows-Rechner läuft. Laut Datenblatt der Version 2026 unter anderem:

  • Aufmaßberechnung und Serviceaufträge.
  • Rechnungen für Bauleistungen nach § 13b UStG und der getrennte Ausweis von Lohnleistungen.
  • E-Rechnungen als XRechnung oder ZUGFeRD, und die Anzeige und Prüfung empfangener E-Rechnungen.
  • DATANORM 4.0 und 5.0, Bestellwesen und Lager.
  • Im Paket financial office auch Buchhaltung mit ELSTER, Lohn und Gehalt, und eine DATEV-Schnittstelle.

Brauchst du Lohnabrechnung, Lager oder DATANORM, bleibt Lexware handwerk näher an deinem Bedarf als Meyster.

Was du mitnimmst

Deine Kundenliste. Lexware nennt im Datenblatt Export-Schnittstellen im Format ASCII und ASCII.CSV. Exportier deine Kunden als CSV-Datei und importier sie in Meyster, in beiden Tarifen. Prüf danach die Umlaute bei ein paar Kunden, denn ein ASCII-Export kann sie anders speichern.

Deine Positionen und Materialpreise. Druck oder speicher einige typische Angebote und Rechnungen als PDF und lade sie in Meyster hoch. Meyster liest Positionen mit Einheit und Preis, Materialpreise mit Artikelnummer und den Kunden aus. Du prüfst alles, bevor es gespeichert wird. Das Auslesen verbraucht Credits aus deinem Guthaben. Mehr unter Einen Katalog aus einer alten Rechnung übernehmen.

Deine Rechnungsnummern. Meyster beginnt eine eigene, fest vorgegebene Reihe ab RE-2026-1000. Mehrere Zahlenreihen sind erlaubt, solange jede Nummer nur einmal vergeben wird (§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 4 UStG). Notier die letzte Nummer aus Lexware und gib sie mit dem Stichtag deinem Steuerberater.

Was im alten Programm bleibt

Laufende Aufträge mit Abschlägen. Schließ sie in Lexware handwerk ab, bis zur Schlussrechnung. Meyster schreibt heute Einzelrechnungen und keine Abschlags- oder Schlussrechnungen. Plan dafür die Restlaufzeit deines Abos ein.

Dein Archiv. Rechnungen bewahrst du 8 Jahre auf, Bücher und Jahresabschlüsse 10 Jahre (§ 147 Abs. 3 AO). Nach einem Systemwechsel kann das Finanzamt bis zum Ende des fünften Kalenderjahres danach verlangen, im alten System zu lesen oder darin auswerten zu lassen (GoBD Rz. 164). Laut Datenblatt bleibt der Datenzugriff nach dem Abo-Ende erhalten. Lass das Programm deshalb installiert, sichere die Datenbank, und notier dir, auf welchem Rechner sie liegt.

So läuft der Wechsel

  1. Abo-Ende nachsehen

    Schau nach, wann dein Lexware-Abo das nächste Mal verlängert wird. Die Kündigung wirkt zum Ende der Laufzeit. Bis dahin schließt du laufende Aufträge ab.

  2. Mit dem Steuerberater den Stichtag festlegen

    Ab diesem Tag entstehen neue Rechnungen nur noch in Meyster. Für den DATEV-Export nennt dir der Steuerberater Beraternummer, Mandantennummer, Sachkontenlänge, Kontenrahmen und Wirtschaftsjahresbeginn. Ein Telefonat.

  3. Testzugang anlegen und Kunden importieren

    14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte. Richte den Betrieb ein, exportier die Kunden aus Lexware als CSV und importier sie.

  4. Positionen aus alten PDFs übernehmen

    Lade fünf bis zehn typische Angebote oder Rechnungen hoch und prüf Positionen und Materialpreise.

  5. Datensicherung und Archiv

    Mach vor dem Abo-Ende eine vollständige Datensicherung in Lexware und bewahr sie getrennt vom Rechner auf.

Die Fakten

WasStandQuelle
Jahresversion 2026 bis 30.03.2026 installieren, sonst ab 31.03.2026 kein Arbeiten mit dem Programm29.09.2026Lexware FAQ
Abo mit 365 Tagen Mindestlaufzeit, automatische Verlängerung um 365 Tage29.09.2026Lexware Datenblatt 2026
Nach dem Abo-Ende nur noch Zugriff auf die Daten29.09.2026Lexware Datenblatt 2026
E-Rechnungen als XRechnung oder ZUGFeRD, Prüfung empfangener E-Rechnungen29.09.2026Lexware Datenblatt 2026
Export-Schnittstellen ASCII und ASCII.CSV, DATEV-Schnittstelle29.09.2026Lexware Datenblatt 2026

Was Meyster nicht kann

Meyster läuft im Browser und schreibt Angebote und Rechnungen. Keine Buchhaltung, kein Lohn, kein Lager, kein Aufmaß, kein DATANORM. Keine Abschlags- oder Schlussrechnungen, keine XRechnung, kein Mahnversand, kein Empfang eingehender E-Rechnungen. Keine App aus dem App Store, keine Plantafel, keine Zeiterfassung, kein GAEB. Mehr im Vergleich mit sechs Handwerkerprogrammen.

Meyster kostet 99 € (Base) oder 139 € (Pro) im Monat für den ganzen Betrieb, netto zuzüglich 19 % USt., nur für Unternehmer, monatlich kündbar.

14 Tage kostenlos testen

14 Tage alle Funktionen von Pro, ohne Kreditkarte. Danach wählst du einen Tarif, sonst bleibt dein Konto lesbar. Es wird nichts von allein berechnet.