Diese Seite erklärt jeden Fachbegriff, den Du in Meyster antriffst, kurz und für sich stehend. Andere Hilfeartikel verlinken hierher, statt einen Begriff jedes Mal neu zu erklären.
Dokumente
Angebot
Dein Vorschlag an einen Kunden, mit einer Gültigkeit und ohne Zahlungspflicht. Ein Angebot kann der Kunde annehmen, ablehnen, oder es läuft ab. Ein angenommenes Angebot lässt sich in eine Rechnung umwandeln. Liste unter Angebote.
Auftrag
Die umgangssprachliche Bezeichnung für die Arbeit, die ein Kunde Dir gibt, meist nachdem er ein Angebot angenommen hat. Meyster führt keinen eigenen Datensatz namens Auftrag: Ein einfacher Auftrag wird direkt zur Rechnung, ein größerer Auftrag wird zu einem Projekt mit mehreren Rechnungen.
Rechnung
Die Zahlungsaufforderung an einen Kunden. Anders als ein Angebot bekommt eine Rechnung beim Fertigstellen eine lückenlose Nummer und darf danach nicht mehr geändert werden. Ein Fehler wird durch eine Stornorechnung korrigiert, nicht durch Bearbeiten. Liste unter Rechnungen.
Abschlagsrechnung
Eine Rechnung für Arbeit, die auf einem Projekt schon erbracht wurde, aber noch nicht die ganze vereinbarte Leistung abdeckt. Ein Projekt kann mehrere Abschlagsrechnungen haben, die die Schlussrechnung am Ende alle berücksichtigt.
Schlussrechnung
Die letzte Rechnung auf einem Projekt. Sie listet jede vorherige Abschlagsrechnung mit ihrem Nettobetrag und ihrer Umsatzsteuer, zieht sie ab und weist den verbleibenden Betrag aus. Ohne diesen Abzug würde die Umsatzsteuer doppelt erklärt. Fällig ist nur dieser verbleibende Betrag: Skonto, Bauabzugsteuer, GiroCode und E-Rechnung rechnen mit ihm.
Storno (Stornorechnung)
Die einzige rechtlich zulässige Art, eine fertiggestellte Rechnung zu korrigieren. Eine Stornorechnung ist ein eigenes Dokument mit eigener Nummer, das die Beträge der Originalrechnung umkehrt und auf sie verweist. Die Originalrechnung bleibt danach unverändert lesbar, ihr Status wird storniert.
Gutschrift
Im allgemeinen Sprachgebrauch ein Dokument, das einem Kunden einen Betrag gutschreibt. Meyster kennt keine eigene Gutschrift als Dokumentart: Eine falsche Rechnung korrigierst Du mit einer Stornorechnung, und ein Guthaben aus einer Überzahlung oder einer Stornierung zeigt Meyster als Guthaben auf dem Kunden, das Du einer anderen Rechnung zuordnen kannst.
Position
Eine einzelne Zeile in einem Angebot oder einer Rechnung: eine Leistung, ein Material, ein reiner Text, eine Zwischensumme oder eine Positionsgruppe. Eine Leistungs- oder Materialposition trägt Menge, Einheit, Einzelpreis und Steuersatz. Sie kann eine oder mehrere Unterpositionen tragen, eine Ebene tief, nummeriert wie 1.1.1. Mehr dazu unter Positionen und Preise.
Belegnummer
Die fortlaufende Nummer, die ein Angebot beim ersten Senden und eine Rechnung beim Fertigstellen bekommt. Mehr dazu unter Wie Meyster Belegnummern vergibt.
Kunde und Projekt
Kunde
Die Person oder Firma, die ein Angebot oder eine Rechnung erhält. Der Kundentyp, Firma oder Privatperson, entscheidet über Pflichtfelder wie den Firmennamen und über Regeln wie den Arbeitskosten-Block nach § 35a EStG. Liste unter Kunden.
Gewerk
Das Handwerk, das ein Betrieb ausübt, zum Beispiel Elektriker oder Dachdecker. Dein Gewerk entscheidet, welche Vorlagenpakete Dir unter Positionen angeboten werden.
Projekt
Ein Auftrag an einem Ort für einen Kunden, der mehrere Angebote und Rechnungen zusammenhält. Ein Projekt trägt eigene Angaben wie die Baustellenadresse, das Vertragsregime und den Sicherheitseinbehalt. Liste unter Projekte.
Leistungsdatum
Der Tag, an dem die abgerechnete Leistung tatsächlich erbracht wurde. Gesetzlich vorgeschrieben nach § 14 UStG und getrennt vom Rechnungsdatum, das nur sagt, wann die Rechnung geschrieben wurde.
Leistungszeitraum
Ein Start- und Enddatum statt eines einzelnen Leistungsdatums, für Arbeit, die sich über mehrere Tage oder Wochen zieht. Eine Rechnung trägt ein Leistungsdatum, einen Leistungszeitraum oder eine Liste einzelner Leistungstage, aber immer nur eine dieser drei Angaben.
Leistungstage
Eine Liste einzelner, nicht zusammenhängender Tage, an denen die Leistung erbracht wurde, zum Beispiel der 7., 11. und 14. September. Meyster leitet daraus automatisch den Leistungszeitraum ab, den frühesten bis zum spätesten Tag, damit § 14 UStG erfüllt bleibt, auch wenn eine strukturierte E-Rechnung keine Liste einzelner Tage kennt und stattdessen den abgeleiteten Zeitraum erhält.
Zahlungsziel
Die Frist, bis zu der eine Rechnung bezahlt sein soll, ausgedrückt als Fälligkeitsdatum auf der Rechnung. Meyster berechnet das Fälligkeitsdatum aus dem Zahlungsziel und friert es beim Fertigstellen ein.
Zahlung und Mahnwesen
Skonto
Ein vereinbarter Nachlass, wenn der Kunde innerhalb einer bestimmten Frist zahlt. Skonto steht als Bedingung auf der Rechnung, wird aber nicht von der Rechnungssumme abgezogen. Zahlt der Kunde fristgerecht den geminderten Betrag, gilt die Rechnung als vollständig bezahlt.
Verzug
Der rechtliche Zustand, ab dem Verzugszinsen zu laufen beginnen, meist ausgelöst durch das Verstreichen des Fälligkeitsdatums oder durch eine Mahnung. Die Zahlungserinnerung, die erste Stufe des Mahnwesens, löst selbst noch keine Zinsen aus.
Mahnung
Eine förmliche Erinnerung an eine unbezahlte Rechnung. Meyster kennt vier Stufen: Zahlungserinnerung, erste Mahnung, zweite Mahnung, letzte Mahnung, jede als eigenes Dokument, das die Rechnung selbst nicht verändert. Einstellungen auf der Seite Mahnwesen.
Offener Posten
Der Betrag einer Rechnung, der noch nicht bezahlt ist. Meyster berechnet das aus allen erfassten Zahlungen. Die Rechnungsliste zeigt solche Rechnungen als Offen, Gesendet oder Überfällig.
Steuern
Umsatzsteuer
Die Steuer, die Du auf Deine Leistungen ausweist und ans Finanzamt abführst, in Deutschland in der Regel 19 Prozent, ermäßigt 7 Prozent oder in bestimmten Fällen 0 Prozent. Auf jeder Rechnung steht sie getrennt nach Steuersatz.
Vorsteuer
Die Umsatzsteuer, die Du selbst beim Einkauf bezahlst und mit Deiner eigenen Umsatzsteuer verrechnen kannst. Meyster verwaltet nur Deine ausgehenden Angebote und Rechnungen, Deine Vorsteuer aus Eingangsrechnungen führst Du oder Dein Steuerberater in Deiner eigenen Buchhaltung.
Kleinunternehmer (§ 19 UStG)
Eine Steuerkategorie für Betriebe unterhalb bestimmter Umsatzschwellen: Rechnungen weisen keine Umsatzsteuer aus, tragen stattdessen den Hinweis auf § 19 UStG. Du wählst diese Kategorie unter Rechtsform und Steuerprofil.
Reverse Charge (§ 13b UStG)
Eine Steuerkategorie, bei der nicht Du, sondern Dein Kunde die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführt. Die Rechnung weist dann nur den Nettobetrag aus, mit dem Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers gemäß § 13b UStG".
§ 35a EStG
Eine Regelung, nach der eine Privatperson einen Teil der Arbeitskosten einer Handwerkerleistung von der eigenen Steuer absetzen kann. Dafür muss die Rechnung Arbeitskosten getrennt von Material ausweisen. Deshalb trägt jede Leistungsposition in Meyster einen eigenen Arbeitskostenanteil.
Nettobetrag
Der Preis vor der Umsatzsteuer. Jede Position und jede Zwischensumme in Meyster wird zuerst netto berechnet, die Umsatzsteuer kommt danach dazu.
Bruttobetrag
Der Preis inklusive Umsatzsteuer, also der Betrag, den der Kunde tatsächlich zahlt.
Recht und Digitalisierung
GoBD
Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Sie verlangen unter anderem, dass jede Rechnung lückenlos nummeriert und nachträglich unveränderbar ist. Mehr dazu unter Wie Meyster Belegnummern vergibt.
E-Rechnung
Eine Rechnung in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format statt als reines PDF. Seit 2025 muss jeder inländische Betrieb E-Rechnungen empfangen können, die Pflicht zum Versenden greift schrittweise bis 2028.
ZUGFeRD
Ein E-Rechnungsformat, das ein lesbares PDF mit eingebetteten strukturierten Daten in einer Datei verbindet. Dein Kunde kann die Rechnung wie gewohnt öffnen, während seine Buchhaltungssoftware die eingebetteten Daten automatisch verarbeitet.
XRechnung
Ein rein strukturiertes E-Rechnungsformat ohne eingebettetes PDF, verbreitet bei öffentlichen Auftraggebern in Deutschland.
Katalog und Kundenportal
Katalog
Deine Sammlung wiederverwendbarer Positionen und Positionsgruppen, die Du mit einem Klick in ein Angebot oder eine Rechnung einfügst. Verwaltung unter Positionen.
Materialpreisliste
Deine gespeicherten Materialpreise nach Lieferant und Artikelnummer, von Hand gepflegt unter Materialpreise. Du kannst Lieferantenpreislisten auch per E-Mail weiterleiten und von Meyster automatisch aktuell halten lassen, unter Preiseingang.
Kundenportal
Die Seite, die Dein Kunde über einen persönlichen Link öffnet, um ein gesendetes Angebot oder eine Rechnung anzusehen und ein Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Der Link steckt in der E-Mail, die Meyster beim Senden verschickt, ein separates Konto braucht der Kunde dafür nicht.
Passt dazu
- So funktioniert Meyster im ÜberblickWie Kunde, Projekt, Angebot, Rechnung, Zahlung und Mahnung zusammenhängen, und wie Einstellungen, Katalog und Materialpreise jedes Dokument schneller machen.
- Erste Schritte in MeysterWas Du vor dem ersten Angebot und der ersten Rechnung einrichten solltest, in welcher Reihenfolge und warum genau diese Reihenfolge zählt.