Auf der Exporte-Seite erstellst Du zwei Dinge: den DATEV-Export für Deinen Steuerberater und den vollständigen Datenexport Deiner Firma. Beide sind für den Fall gedacht, dass jemand außerhalb von Meyster Deine Unterlagen braucht, Dein Steuerberater oder ein Kunde, der eine Kopie seiner Daten verlangt.
Warum es diese Seite gibt
Ohne diese Seite müsste Dein Steuerberater jede Rechnung von Hand in sein System eintippen oder sich selbst durch Meyster klicken. Der DATEV-Export übergibt stattdessen die Buchungen fertig aufbereitet. Warum eine Betriebsprüfung überhaupt Jahre zurückgehen darf und wie lange Belege aufbewahrt werden müssen, steht ausführlich unter Warum Rechnungen jahrelang aufbewahrt werden müssen. Was das Recht auf eine Datenkopie nach der DSGVO genau bedeutet, steht unter Datenauskunft, Export und Löschung. Dieser Artikel beantwortet nur eine Frage: Wo klickst Du, und was bekommst Du dann.
Wer die Seite öffnen darf und wer wirklich exportieren kann
Die Exporte-Seite sehen Inhaber und Administrator. Ein Mitglied mit der Rolle Mitglied findet sie nicht im Menü, und wer ihre Adresse direkt öffnet, landet wieder bei Allgemein. Welche Abschnitte jemand auf der Seite sieht, hängt von der Rolle ab:
| Download | Wer sieht den Abschnitt und kann exportieren |
|---|---|
| DATEV-Export | Inhaber und Administrator |
| Unternehmensdaten exportieren | nur der Inhaber |
| Verfahrensdokumentation | nur der Inhaber |
Der Server prüft die Rolle bei jedem Download noch einmal und lehnt eine Anfrage ohne die nötige Rolle ab.
DATEV-Export: Angaben Deines Steuerberaters
Bevor Du zum ersten Mal exportierst, brauchst Du die Parameter Deines Steuerberaters. Die trägst Du einmalig ein, sie ändern sich danach kaum noch.
- Exporte öffnen
Geh zu Exporte. Nur Inhaber und Administrator sehen die DATEV-Abschnitte.
- Angaben des Steuerberaters eintragen
Im Abschnitt "Die Angaben Deines Steuerberaters" stehen die Felder dafür. Frag bei Deinem Steuerberater nach Beraternummer, Mandantennummer, Sachkontenlänge, Kontenrahmen und Wirtschaftsjahresbeginn. Trag alle fünf ein, ohne sie exportiert Meyster nichts.
- Kontenrahmen wählen
Wähl SKR03 oder SKR04, je nachdem, welchen Dein Steuerberater führt. Meyster füllt die Erlöskonten passend zum gewählten Kontenrahmen mit den üblichen Werten vor.
- Erlöskonten prüfen
Die vorgeschlagenen Konten stehen im Abschnitt "Erlöskonten". Bestätige sie mit Deinem Steuerberater und trag das Konto für den Nullsteuersatz ein, Meyster lässt es bewusst leer.
- Zeichensatz wählen
Lass CP1252 stehen, außer Dein Steuerberater sagt Dir ausdrücklich, dass er Unicode mit Byte Order Mark braucht.
Die Erlöskonten entscheiden über die Steuer, nicht der Rechnungsbetrag: Das Konto selbst trägt den Steuersatz, deshalb landet eine Rechnung auf genau dem Konto, das zu ihrer Steuerkategorie passt. Meyster schlägt für SKR03 die Konten 8400 für den Regelsteuersatz, 8300 für den ermäßigten Satz, 8337 für die Steuerschuldnerschaft nach Paragraf 13b und 8192 für Kleinunternehmer vor, für SKR04 entsprechend 4400, 4300, 4337 und 4184. Jedes Konto ist überschreibbar. Nur das Konto für den Nullsteuersatz ist nicht vorbelegt: Für eine Leistung zum Nullsteuersatz kommen mehrere Konten in Frage, das muss Dein Steuerberater festlegen. Solange dieses Konto fehlt, weist Meyster eine Rechnung mit 0 Prozent zurück und benennt, welches Konto fehlt.
Gut zu wissen
Fehlt eine der fünf Angaben des Steuerberaters, zeigt die Seite genau an, welche das sind, statt irgendeinen Standardwert zu raten.
DATEV-Export erstellen
Sind die Angaben des Steuerberaters einmal hinterlegt, wählst Du für jeden Export nur noch einen Zeitraum.
- Zeitraum wählen
Trag ein Von- und ein Bis-Datum ein. Der Zeitraum muss innerhalb eines einzigen Wirtschaftsjahres liegen, weil ein DATEV-Belegdatum nur Tag und Monat trägt und das Jahr aus dem Kopf der Datei kommt. Ein Zeitraum über den Jahreswechsel hinweg wird abgelehnt.
- Export erstellen klicken
Der Knopf "Export erstellen" steht unter den beiden Datumsfeldern. Meyster liest die festgeschriebenen Rechnungen des Zeitraums, ordnet sie den Erlöskonten zu und baut daraus ein ZIP-Archiv, benannt nach dem Muster
DATEV-Export_2026-01-01_2026-03-31.zip. - Archiv herunterladen
Der Downloadlink läuft nach einer Stunde ab. Das Archiv enthält Namen und Anschriften Deiner Kunden, gib es deshalb nur an Deinen Steuerberater weiter.
Das Archiv enthält EXTF_Buchungsstapel.csv mit den Buchungen, eine pro Rechnung und Steuersatz,
EXTF_DebKred_Stamm.csv mit den Debitorenstammdaten der betroffenen Kunden, eine lesbare
Zusammenfassung mit Zeitraum, verwendeten Parametern, Summen je Erlöskonto und allen
Zeichenersetzungen, und den Ordner Belege/ mit der archivierten PDF jeder exportierten Rechnung.
Jede Buchung nennt ihren Dateinamen im Feld Beleginfo, damit Dein Steuerberater Buchung und Beleg
nebeneinander hat, ohne sie von Hand zu suchen.
Ein paar Regeln sorgen dafür, dass Dein Steuerberater das Archiv ohne Nacharbeit übernehmen kann:
- Die Rechnungsnummer wandert unverändert in das Belegfeld 1 des DATEV-Formats. Erlaubt sind nur
Buchstaben, Ziffern, Unterstrich und die Zeichen
$ & % * + - /. Ein Nummernpräfix mit einem Leerzeichen, einem Punkt oder einem Umlaut wird deshalb schon beim Speichern abgelehnt, nicht erst beim Export, wenn die Rechnungen längst existieren und sich nicht mehr umnummerieren lassen. Das Präfix darf außerdem kein%enthalten, weil der Dateiname der archivierten Rechnung die Nummer trägt und der Speicher dieses Zeichen nicht annimmt. - Bietet eine Rechnung Skonto, trägt jede ihrer Buchungen ihren Anteil daran. Eine Stornorechnung trägt keines.
- Die Erlöskonten der Standardkontenrahmen sind Automatikkonten und tragen den Steuersatz selbst, deshalb bleibt der BU-Schlüssel leer. Ordnet Dein Steuerberater ein Konto zu, das kein Automatikkonto ist, trägst Du den passenden BU-Schlüssel in den DATEV-Einstellungen daneben ein.
- Eine Stornorechnung wird als Generalumkehr gebucht, mit denselben Konten wie die ursprüngliche Buchung, nicht als negativer Betrag.
- Abschlagsrechnungen tragen den Buchungstyp AA, Schlussrechnungen den Buchungstyp SR, damit der Steuerberater sie gegeneinander abgleichen kann.
- Ein Zeichen, das der gewählte Zeichensatz nicht darstellen kann, wird auf seinen Grundbuchstaben reduziert. Jede solche Ersetzung steht in der Zusammenfassung.
Ein DATEV-Export für das erste Quartal 2026
Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2026 liegt der Buchungsstapel mit einer Zeile je Rechnung und Steuersatz vor, die Debitorenstammdaten der betroffenen Kunden, und eine Zusammenfassung mit 58 Rechnungen, 64 Buchungen und den Summen je Erlöskonto.
Exportierst Du denselben Zeitraum ein zweites Mal, fragt Meyster nach, bevor es erneut exportiert, und nennt das Datum des früheren Exports. Alle bisherigen Exporte stehen im Abschnitt "Frühere Exporte", jeweils mit Zeitraum, Datum und der Zahl der Rechnungen und Buchungen.
Unternehmensdaten exportieren: der vollständige DSGVO-Export
Der Abschnitt "Unternehmensdaten exportieren" ist derselbe Export, den auch die Seite
Datenauskunft, Export und Löschung beschreibt, hier steht nur, wie Du ihn von
den Exporten aus startest. Ein Klick auf "Alle Daten exportieren" unter dem Text lädt eine einzige
JSON-Datei mit dem Muster meyster-export-2026-08-28.json herunter. Sie enthält Dein Unternehmensprofil, alle Kunden,
alle Projekte, alle Angebote mit ihren Positionen und alle Rechnungen mit ihren Positionen, jeweils
vollständig, nicht nur ein Auszug.
Rechtlicher Hinweis
Art. 15 und Art. 20 DSGVO geben das Recht auf eine Kopie der eigenen Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format. Der JSON-Export erfüllt das für Deine gesamte Firma, nicht nur für einen einzelnen Kunden.
Wann Du was nutzt
Nimm den DATEV-Export, wenn Dein Steuerberater die Buchungen eines Zeitraums für sein DATEV-System braucht.
Nimm den vollständigen Datenexport, wenn Du eine Kopie aller Deiner Firmendaten brauchst, zum Beispiel weil Du zu einer anderen Software wechselst oder Meyster kündigen willst.
Häufige Fragen
Warum sehe ich als Mitglied die Exporte-Seite nicht?
Der DATEV-Export enthält Namen und Anschriften Deiner Kunden und geht direkt an Deinen Steuerberater. Nur Inhaber und Administrator sehen die DATEV-Abschnitte und können exportieren. Den vollständigen Datenexport und die Verfahrensdokumentation erstellt nur der Inhaber.
Ich bin Administrator und will den DATEV-Export erstellen. Geht das?
Ja. Anders als beim vollständigen Datenexport reicht beim DATEV-Export die Rolle Administrator, Du musst nicht Inhaber sein.
Warum lehnt Meyster meinen Export ab, obwohl ich Zeitraum und Kontenrahmen eingetragen habe?
Am häufigsten fehlt eine der fünf Pflichtangaben des Steuerberaters oder der Zeitraum reicht über den Wirtschaftsjahreswechsel hinaus. Meyster nennt in der Fehlermeldung, welche Angabe fehlt oder welche Grenze verletzt ist.
Eine meiner Rechnungsnummern enthält einen Punkt. Kann ich sie trotzdem exportieren?
Nein, nicht in dieser Form. Das DATEV-Belegfeld erlaubt nur Buchstaben, Ziffern, Unterstrich und
$ & % * + - /. Ändere das Nummernmuster unter
Belegnummern verstehen und einstellen, bevor Du weiterexportierst, oder
sprich mit Deinem Steuerberater über die betroffene Nummer.
Kann ich nur einzelne Kunden oder Rechnungen exportieren statt alle?
Für den vollständigen Datenexport nicht, er umfasst immer die gesamte Firma. Für einzelne Änderungen an einem bestimmten Beleg schau stattdessen ins Audit-Protokoll.
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